5-Länder-Bewertung - Evaluierung in der Förderperiode 2014 bis 2020

Evaluierungsdesign

Die Vorstellung des Evaluierungsdesigns für PFEIL in Hannover
Die Vorstellung des Evaluierungsdesigns für PFEIL in Hannover (© Horlitz)

Das Evaluierungsdesign folgt im Wesentlichen dem Aufbau der Programme. Strukturiert sind die Programme nach sogenannten Schwerpunktbereichen (SPB), denen jeweils Fördermaßnahmen zugeordnet sind. Für jeden dieser Schwerpunktbereiche sind von der EU Bewertungsfragen und Indikatoren vorgegeben. Darüber hinaus gibt es Themen, die auf Programmebene zu bearbeiten sind, und die sich u. a. auf die übergeordneten Ziele der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)  und der Europa-2020-Strategie beziehen. Auch die Durchführung der Programme und die Leistungsfähigkeit der Strukturen ist zu analysieren und bewerten.

In den Programmplanungsdokumenten wurde mit dem Bewertungsplan ein grober Rahmen für die Evaluierungsaktivitäten gesetzt, der durch das Evaluierungsteam mit einem Feinkonzept – in Zusammenarbeit mit den Bundesländern und auf der Grundlage des vorgelegten Angebots  – operationalisiert wurde. Wesentliche Inhalte des Feinkonzeptes wurden in den Begleitausschüssen der Länder vorgestellt (Link: https://www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redaktion/PDFs/landwirtschaft/laendlicher_raum_fortschrittsbericht_2016.pdf ).

Die Erstellung des Feinkonzeptes diente einer Reflektion der Ziele der Maßnahmen und der zu erwartenden Wirkungen in den Schwerpunktbereichen, der Interpretation der Bewertungsfragen und ihre Unterlegung mit Bewertungskriterien und Indikatoren. Im Zentrum stand die Frage nach der Verfügbarkeit von Daten. Vorrang hat die Nutzung von bereits vorhandenen Datenbestände, wie beispielsweise Antragsdaten, naturschutzfachliche Wirkungskontrollen, Daten aus dem Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem (InVeKoS), Testbetriebsnetzdaten oder Daten aus den Aufzeichnungsverpflichtungen gemäß Düngeverordnung. Diese Datenbestände ermöglichen zum Teil auch Vergleiche von Teilnehmern und nicht-Teilnehmern. Der Rahmen für die Bereitstellung dieser Datenbestände wurde im Feinkonzept festgelegt. Für viele Fragestellungen reichen die vorhandenen Datenbestände aber nicht aus, sondern müssen ergänzt werden durch eigene empirische Erhebungen zur Gewinnung von quantitativen und qualitativen Daten. Die dafür erforderlichen Untersuchungsschritte wurden ebenfalls im Feinkonzept beschrieben.